Ihr Einrichtungshaus im Bayerischen Wald · Am Bahnhof 24, 94078 Freyung 5,0 von 5 · 22 Google-Rezensionen
Küche mit Kochinsel und dunklen Fronten

Technik 5 Minuten Lesezeit

Von , Geschäftsleitung bei zema wohnemotionen · aktualisiert am

Induktion, Muldenlüfter, Dunsthaube: Was sich wirklich lohnt

Das Steak brutzelt, die Nudeln kochen, und gleichzeitig möchten Sie sich mit Ihren Gästen unterhalten: Spätestens dann zeigt sich, ob Kochfeld und Dunstabzug gut gewählt sind. Bei kaum einem Thema liegen Prospekt und Alltag so weit auseinander. Hier sind die Punkte, die wir mit unseren Kunden im Studio am häufigsten besprechen.

Induktion: heute die erste Wahl

Induktion heizt schneller als Gas, reagiert sofort, lässt sich leichter reinigen und ist deutlich sicherer, weil die Fläche nur durch die Restwärme des Topfes warm wird.

Beachten sollten Sie: Sie brauchen magnetisches Kochgeschirr, und ein Starkstromanschluss ist Pflicht. Kochen Sie gern in großen Töpfen? Dann achten Sie auf ein Feld mit Zonenverbindung („Flexzone").

Vollflächeninduktion, bei der der Topf überall stehen darf, ist komfortabel, aber deutlich teurer. Für die meisten Haushalte genügt ein gutes Feld mit vier Zonen und Flexbereich.

Muldenlüfter: elegant, aber nicht für jeden

Ein ins Kochfeld integrierter Abzug sieht großartig aus, macht die Haube über der Insel überflüssig und hält den Blick frei. Physikalisch arbeitet er allerdings gegen den Kochdunst, der nach oben steigt.

In der Praxis funktioniert das mit Töpfen und Pfannen sehr gut. Bei hohen Töpfen und beim scharfen Anbraten mit viel Dampf stößt das Prinzip eher an Grenzen als eine gut dimensionierte Haube.

Preislich liegt ein Muldenlüfter deutlich über der Kombination aus Kochfeld und Haube. Sie bezahlen vor allem Optik — und das ist ein völlig legitimer Grund, wenn Sie es bewusst entscheiden.

Abluft oder Umluft: die wichtigere Frage

Abluft führt Feuchtigkeit und Gerüche nach draußen und ist damit die bessere Lösung. Sie setzt aber eine Außenwand oder einen Kanal voraus — und im Passivhaus kollidiert sie mit der kontrollierten Wohnraumlüftung.

Umluft filtert über Aktivkohle und gibt die Luft an den Raum zurück. Gerüche werden gut gebunden, die Feuchtigkeit bleibt jedoch im Raum. Die Filter tauschen Sie regelmäßig, meist ein- bis zweimal im Jahr.

Ist Abluft baulich möglich, nutzen Sie sie. Wenn nicht, ist moderne Umlufttechnik ein guter Kompromiss — und deutlich besser als ihr Ruf aus den Neunzigern.

Damit Sie sich beim Kochen noch unterhalten können

Der meistunterschätzte Wert im Datenblatt ist die Lautstärke. Zwischen 45 und 65 Dezibel liegt der Unterschied zwischen „man kann sich unterhalten" und „man schaltet die Haube lieber aus und öffnet das Fenster".

Lassen Sie sich die Haube bei uns im Studio auf der zweiten Stufe vorführen — das ist die Einstellung, die Sie im Alltag tatsächlich nutzen werden.

Kurz gefasst

Entscheiden Sie Kochfeld und Abzug gemeinsam, klären Sie früh, ob Abluft möglich ist, und achten Sie auf den Dezibelwert. Diese drei Punkte zählen im Alltag. Gern zeigen wir Ihnen die Unterschiede live in unserer Ausstellung.

Häufige Fragen

Abluft oder Umluft — was ist besser?

Abluft, wenn es baulich möglich ist: Sie führt Feuchtigkeit und Gerüche nach draußen. Umluft bindet Gerüche über Aktivkohlefilter, die Feuchtigkeit bleibt aber im Raum. Sie ist die Lösung ohne Außenwand oder im Passivhaus mit Lüftungsanlage.

Lohnt sich ein Muldenlüfter?

Wenn Ihnen der freie Blick über der Kochinsel wichtig ist, ja. Mit Töpfen und Pfannen arbeitet er sehr gut; bei hohen Töpfen und scharfem Anbraten stößt er eher an Grenzen als eine gut dimensionierte Haube.

Wie laut darf eine Dunstabzugshaube sein?

Achten Sie auf den Wert der Stufe, die Sie im Alltag nutzen. Zwischen 45 und 65 Dezibel liegt der Unterschied zwischen entspannter Unterhaltung und einer Haube, die man lieber ausschaltet.

Fragen zu Ihrem Projekt?

Im Studio klären wir das an echten Mustern — inklusive erster Skizze, wenn Sie den Grundriss dabeihaben.

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